Nur noch Erinnerungen...
Heute ist wieder einer dieser Tage an denen ich besonders an dich denke...
Für mich ist es unbegreiflich was letztes Jahr Ende des Sommers passiert ist. Du warst unglaublich, ein Mensch, der sich so sicher war in dem was er tat und erreichen wollte. Du standest mitten im Leben, im Grunde hätte nichts dich erschüttern können.
Dagegen traf es deine Familie, Freundin und Freunde wie einen Schlag ins Gesicht. Der Tag des Unfalls ist mir bis heute in Erinnerung, aber mehr wie ein schlechter Film als eine wahre Realität. Eine Realität, die bis heute absolut nicht nachvollziehbar ist, weil man sie einfach nicht versteht bzw. vielleicht auch gar nicht verstehen will.
Jetzt wo es wärmer ist, sieht man wieder vermehrt Motorradfahrer auf den Straßen und es weckt in mir jedes Mal ein unwohles Gefühl und auch die Erinnerung an dich. Vor allem aber auch die Gespräche mit deiner Freundin, als ihr euch kennengelernt habt. Sie und ich saßen fast täglich zusammen und sie erzählte mir von dir, was für eine tolle und großartige Person du warst...Sie war so beendruckt und glücklich..Wir redeten stundenlang über dich, deine Ansichten.. Ich lernte dich kennen, wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut. Ich kann mich jetzt noch an deinen Blick erinnern, als du mit deiner Freundin ( die ja auch gleichzeitig meine beste Freundin ist) auf meiner Couch bei mir zu Hause saßt, und ich dir erzählte, dass ich auch im Autohaus arbeite. Du konntest es gar nicht fassen und ich musste laut lachen.
Ich wünsche mir bis heute, dass ich an dem Tag deines Unfalls noch zu dir rangefahren wäre, als ich dich von weitem sah. Doch ich fuhr weiter.. Die gleiche Strecke, die du dann auch nahmst. Du warst nicht weit hinter mir, wie mir aber erst später bewusst wurde..
Es war ein Tag wie jeder andere. Der letzte Tag im August, die Sonne schien..Es war später Nachmittag. Ich erfuhr von einem Unfall als ich bei meinen Eltern war. Als das Wort Motorrad fiel, war mein erster Gedanke: Du! Doch zunächst bekam ich keine Informationen, weil keiner wusste was los war. Bis deine Freundin mir schrieb, nachdem ich ihr von dem Unfall erzählte, dass du es warst..und weggeflogen wurdest. Die Straße war eineinhalb Stunden gesperrt, wie ich auch später erst erfuhr. Der Gedanke, dass ich das Auto hätte sein können über das du mit deinem Motorrad geflogen bist und dann gegen die Leitplanke, die dir das Leben nahm, ist schockierend...
Ich fuhr weiter in meine neue Heimat mit der Information deines Unfalls, weil es schließlich Sonntag Abend war. Jedoch hielt ich andauernd an, wenn nen weiterer Anruf kam und überhaupt um durchzuatmen, ich schlich vor mich hin, weil aufs Fahren konzentrieren war einfach nicht mehr drin.
Am Abend hieß es du wirst gerade operiert. An Schlaf auch nur zu denken, war eh nicht drin. Nacht gegen 1 uhr kam die Nachricht, dass du die Operation überstanden hast. Erstmal Aufatmen...
Morgens dann die traurige Ernüchterung, als dein Bruder mir schrieb, dass du entweder für immer ein Pflegefall werden würdest oder stirbst, weil du schwere Gehirnverletzungen hast. Da fielen dann jegliche Vorhänge..ich fuhr sofort von der Arbeit aus in meine Heimat zurück. Ich konnte doch meine beste Freundin jetzt nicht alleine lassen. Sie wollte nach Berlin in die Klinik zu ihm, wie sich später herausstellte jedoch wollten noch mehrere seiner Freunde zu ihm, also fuhren wir mit 2 Autos..
Was uns da erwartete, war irgendwie noch schlimmer als angenommen. Die ganze Atmosphäre war so still, so unheimlich still. So unwirklich.. Ich entschied nicht zu dir reinzugehen auf die Intensivstation, nachdem ich erfuhr, dass du ziemlich schlimm ausgesehen hast und auch sehr blutig und der ganze Raum schier unerträglich seien mit all den Geräten, die an dir angeschlossen waren.
Ich wollte dich so in Erinnerung behalten wie ich dich kannte. Es war der Gedanke, dass wir einfach alle bei dir waren, in deiner Nähe. Und hofften, dass du es überstehst...
Ich weiß, dass ich den ganzen Tag nicht weinen konnte, außer morgens als die Nachricht kam. Aber ich war so geschockt, dass es einfach nicht ging. Alle weinten, ich konnte es nicht. Bis zur Rückfahrt. Es regnete und im Radio lief "In The Air Tonight". Da platzte es dann heraus.
Am nächsten Tag, mittlerweile Dienstag fuhr ich wieder zurück in meine neue Heimat und zur Arbeit. Irgendwie konnte man ja doch nichts machen außer warten und hoffen.
Warten und warten und warten. Den Versuch zu schlafen hatte ich nun vollends aufgegeben, das ging nachts maximal ein paar Stunden, weil man schon so k.o. war von Allem. Das Handy immer bei mir, vergingen auch Mittwoch und Donnerstag. Es stand natürlich nicht still, weil jeder Informationen am liebsten sofort haben wollte. Ich redete auch viel mit meiner besten Freundin drüber, die jetzt Unterstützung brauchte, mehr denn je. Sie sprach viel über dich. Und auch alle anderen, genau wie ich glaubten fest an ein Wunder. Es durfte einfach nicht sein. Es durfte einfach nicht sein, dass du einfach von uns gehst. Das durfte einfach nicht passieren.
Dieses Warten war unerträglich. Tausend Mal am Tag der Blick aufs Handy mit der Hoffnung, dass es endlich eine gute Nachricht geben würde. Und gleichzeitig aber auch die Angst jedes Mal, wenn das Handy klingelte, dass es eine schlimme Nachricht sein könnte..
Noch bereits am Dienstag Abend hieß es, dass vermutet wird, dass du Hirntod bist, die Diagnose erst gestellt wird. Es würde 72 Stunden dauern.. Doch das Hoffen hat keiner jemals aufgegeben. Am Donnerstag dann jedoch die Ernüchterung, dass Freitag die Geräte wohl abgestellt werden. Doch selbst da, wollten die Anderen und ich einfach nicht glauben und schon gar nicht akzeptieren, dass es das gewesen sein soll.
Ich kann mich erinnern, dass ich Donnerstag zu Freitag fast gar nicht geschlafen habe und morgens zur Arbeit gefahren bin, wo meine beste Freundin mir dann schrieb, dass die Geräte gegen Mittag abgestellt werden. Ich fuhr also wieder in die Heimat. Das war nicht mehr zu ertragen. Mir war beim Aufstehen schon ganz schlecht, weil ich es einfach nicht wahrhaben wollte. Das durfte alles nicht passieren, das konnte nicht das Ende sein.
Doch die traurige Wahrheit war, dass es dein Ende war. Gegen 15 uhr am Freitag Nachmittag bekam ich die Nachricht, dass du von uns gegangen bist...
Ich weiß noch, als ich zu meinen Eltern fuhr daraufhin, einfach um nicht alleine zu sein. Abends dann standen wir, deine Freundin, deine Freunde und ich dann an deiner Unfallstelle. Wir standen einfach nur da, zündeten Kerzen an und spielten deine Lieblingsmusik. Stundenlang standen wir einfach nur da. Um zu begreifen, was wir die ganze Woche versucht hatten zu verdrängen.
Und erst auf deiner Beerdigung als ich vor deinem Sarg stand und die zweihundert Leute sah, wurde mir bewusst, dass du wirklich Tod bist. Du wirst nie wieder kommen.
Du bist Tod, aber wir werden dich nie vergessen. Weil du einfach eine ganz besondere Person warst und bist...
Jemand, der für immer einen Platz in meinem Herzen haben wird...
Für mich ist es unbegreiflich was letztes Jahr Ende des Sommers passiert ist. Du warst unglaublich, ein Mensch, der sich so sicher war in dem was er tat und erreichen wollte. Du standest mitten im Leben, im Grunde hätte nichts dich erschüttern können.
Dagegen traf es deine Familie, Freundin und Freunde wie einen Schlag ins Gesicht. Der Tag des Unfalls ist mir bis heute in Erinnerung, aber mehr wie ein schlechter Film als eine wahre Realität. Eine Realität, die bis heute absolut nicht nachvollziehbar ist, weil man sie einfach nicht versteht bzw. vielleicht auch gar nicht verstehen will.
Jetzt wo es wärmer ist, sieht man wieder vermehrt Motorradfahrer auf den Straßen und es weckt in mir jedes Mal ein unwohles Gefühl und auch die Erinnerung an dich. Vor allem aber auch die Gespräche mit deiner Freundin, als ihr euch kennengelernt habt. Sie und ich saßen fast täglich zusammen und sie erzählte mir von dir, was für eine tolle und großartige Person du warst...Sie war so beendruckt und glücklich..Wir redeten stundenlang über dich, deine Ansichten.. Ich lernte dich kennen, wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut. Ich kann mich jetzt noch an deinen Blick erinnern, als du mit deiner Freundin ( die ja auch gleichzeitig meine beste Freundin ist) auf meiner Couch bei mir zu Hause saßt, und ich dir erzählte, dass ich auch im Autohaus arbeite. Du konntest es gar nicht fassen und ich musste laut lachen.
Ich wünsche mir bis heute, dass ich an dem Tag deines Unfalls noch zu dir rangefahren wäre, als ich dich von weitem sah. Doch ich fuhr weiter.. Die gleiche Strecke, die du dann auch nahmst. Du warst nicht weit hinter mir, wie mir aber erst später bewusst wurde..
Es war ein Tag wie jeder andere. Der letzte Tag im August, die Sonne schien..Es war später Nachmittag. Ich erfuhr von einem Unfall als ich bei meinen Eltern war. Als das Wort Motorrad fiel, war mein erster Gedanke: Du! Doch zunächst bekam ich keine Informationen, weil keiner wusste was los war. Bis deine Freundin mir schrieb, nachdem ich ihr von dem Unfall erzählte, dass du es warst..und weggeflogen wurdest. Die Straße war eineinhalb Stunden gesperrt, wie ich auch später erst erfuhr. Der Gedanke, dass ich das Auto hätte sein können über das du mit deinem Motorrad geflogen bist und dann gegen die Leitplanke, die dir das Leben nahm, ist schockierend...
Ich fuhr weiter in meine neue Heimat mit der Information deines Unfalls, weil es schließlich Sonntag Abend war. Jedoch hielt ich andauernd an, wenn nen weiterer Anruf kam und überhaupt um durchzuatmen, ich schlich vor mich hin, weil aufs Fahren konzentrieren war einfach nicht mehr drin.
Am Abend hieß es du wirst gerade operiert. An Schlaf auch nur zu denken, war eh nicht drin. Nacht gegen 1 uhr kam die Nachricht, dass du die Operation überstanden hast. Erstmal Aufatmen...
Morgens dann die traurige Ernüchterung, als dein Bruder mir schrieb, dass du entweder für immer ein Pflegefall werden würdest oder stirbst, weil du schwere Gehirnverletzungen hast. Da fielen dann jegliche Vorhänge..ich fuhr sofort von der Arbeit aus in meine Heimat zurück. Ich konnte doch meine beste Freundin jetzt nicht alleine lassen. Sie wollte nach Berlin in die Klinik zu ihm, wie sich später herausstellte jedoch wollten noch mehrere seiner Freunde zu ihm, also fuhren wir mit 2 Autos..
Was uns da erwartete, war irgendwie noch schlimmer als angenommen. Die ganze Atmosphäre war so still, so unheimlich still. So unwirklich.. Ich entschied nicht zu dir reinzugehen auf die Intensivstation, nachdem ich erfuhr, dass du ziemlich schlimm ausgesehen hast und auch sehr blutig und der ganze Raum schier unerträglich seien mit all den Geräten, die an dir angeschlossen waren.
Ich wollte dich so in Erinnerung behalten wie ich dich kannte. Es war der Gedanke, dass wir einfach alle bei dir waren, in deiner Nähe. Und hofften, dass du es überstehst...
Ich weiß, dass ich den ganzen Tag nicht weinen konnte, außer morgens als die Nachricht kam. Aber ich war so geschockt, dass es einfach nicht ging. Alle weinten, ich konnte es nicht. Bis zur Rückfahrt. Es regnete und im Radio lief "In The Air Tonight". Da platzte es dann heraus.
Am nächsten Tag, mittlerweile Dienstag fuhr ich wieder zurück in meine neue Heimat und zur Arbeit. Irgendwie konnte man ja doch nichts machen außer warten und hoffen.
Warten und warten und warten. Den Versuch zu schlafen hatte ich nun vollends aufgegeben, das ging nachts maximal ein paar Stunden, weil man schon so k.o. war von Allem. Das Handy immer bei mir, vergingen auch Mittwoch und Donnerstag. Es stand natürlich nicht still, weil jeder Informationen am liebsten sofort haben wollte. Ich redete auch viel mit meiner besten Freundin drüber, die jetzt Unterstützung brauchte, mehr denn je. Sie sprach viel über dich. Und auch alle anderen, genau wie ich glaubten fest an ein Wunder. Es durfte einfach nicht sein. Es durfte einfach nicht sein, dass du einfach von uns gehst. Das durfte einfach nicht passieren.
Dieses Warten war unerträglich. Tausend Mal am Tag der Blick aufs Handy mit der Hoffnung, dass es endlich eine gute Nachricht geben würde. Und gleichzeitig aber auch die Angst jedes Mal, wenn das Handy klingelte, dass es eine schlimme Nachricht sein könnte..
Noch bereits am Dienstag Abend hieß es, dass vermutet wird, dass du Hirntod bist, die Diagnose erst gestellt wird. Es würde 72 Stunden dauern.. Doch das Hoffen hat keiner jemals aufgegeben. Am Donnerstag dann jedoch die Ernüchterung, dass Freitag die Geräte wohl abgestellt werden. Doch selbst da, wollten die Anderen und ich einfach nicht glauben und schon gar nicht akzeptieren, dass es das gewesen sein soll.
Ich kann mich erinnern, dass ich Donnerstag zu Freitag fast gar nicht geschlafen habe und morgens zur Arbeit gefahren bin, wo meine beste Freundin mir dann schrieb, dass die Geräte gegen Mittag abgestellt werden. Ich fuhr also wieder in die Heimat. Das war nicht mehr zu ertragen. Mir war beim Aufstehen schon ganz schlecht, weil ich es einfach nicht wahrhaben wollte. Das durfte alles nicht passieren, das konnte nicht das Ende sein.
Doch die traurige Wahrheit war, dass es dein Ende war. Gegen 15 uhr am Freitag Nachmittag bekam ich die Nachricht, dass du von uns gegangen bist...
Ich weiß noch, als ich zu meinen Eltern fuhr daraufhin, einfach um nicht alleine zu sein. Abends dann standen wir, deine Freundin, deine Freunde und ich dann an deiner Unfallstelle. Wir standen einfach nur da, zündeten Kerzen an und spielten deine Lieblingsmusik. Stundenlang standen wir einfach nur da. Um zu begreifen, was wir die ganze Woche versucht hatten zu verdrängen.
Und erst auf deiner Beerdigung als ich vor deinem Sarg stand und die zweihundert Leute sah, wurde mir bewusst, dass du wirklich Tod bist. Du wirst nie wieder kommen.
Du bist Tod, aber wir werden dich nie vergessen. Weil du einfach eine ganz besondere Person warst und bist...
Jemand, der für immer einen Platz in meinem Herzen haben wird...
HunnY - 6. Apr, 21:35
errinerungen...
gänsehaut habe ich bei deinen zeilen bekommen und bin den tränen nah... meinem patrner ist vor über sieben jahren etwas ähnliches passiert, nur das er überlebte... sein kampft dauerte ein halbes jahr... heute ist er nicht mehr derselbe...
ich konnte nach dieser stakren wesenveränderung nicht bei ihm bleiben... dieser mensch, den ich mal liebte, starb für mich an diesem schrecklichen tag des unfalls...
ich kann dich gut verstehen, so ganz und gar... diese schuldgefühle, wird man nicht los... wenn man doch noch angerufen hätte, um ihn nur ne halbe minute aufzuhalten etc...
man muss sich irgendwann eingestehen, das man nicht so mächtig ist, wie man meint... man kann die welt nicht anhalten und schon gar nicht verändern... nur die eigene kleine welt verschönern...
eine bittere erfahrung...
ich wünsch dir ganz viel kraft...
du bist nicht allein...!